„Fremdworte“ – Literatur ohne Grenzen

14-18 Uhr




Vier Stunden Literatur aus aller Welt, vorgetragen von Menschen, unterschiedlichen Alters, Geschlechts und Herkunft, mit der Gemeinsamkeit, dass sie auf unterschiedliche Weise nach Deutschland gekommen sind und dies schreibend verarbeiten.
Wir laden euch herzlich ein, Teil dieses Experiments zu sein und zu hören, wie

Umeswaran Arumagirinathan 14-15 Uhr
Ruzdija Sejdovic 15-16 Uhr
Rabia Shah 16-17 Uhr
Printhu Sanyal 17-18 Uhr

sehr unterschiedliche Erfahrungen auf sehr unterschiedliche Weise literarisch verarbeiten. Wir haben uns den Ablauf so vorgestellt, dass jede der Personen ca. 30 Minuten vorträgt und danach 30 Minuten Zeit zur Diskussion sind. Nach einer Stunde wechselt die vortragende Person.

Wir danken Fremdworte - dem interkulturellen Autorencafé im Literaturhaus Köln für die tolle Kooperation und Vermittlung.

Das Interkulturelle Autorencafé lädt insbesondere geflüchtete Autorinnen
bzw. Journalist
innen und Übersetzerinnen ein, in den Dialog
mit deutschschreibenden Kolleg
innen zu treten.

Prithu Sanyal - 17:00-18:00 Uhr

17:00-18:00 Uhr

Prithu Sanyal, Schriftsteller, Blogger und Menschenrechtsaktivist aus Bangladesh (Jahrgang 1985) thematisiert in seinen Texten die Säkularisierung durch Humanismus und Aufklärung, den Feminismus und die sexuelle Freiheit gegen den religiösen Fanatismus.

2015 erschien seine Lyrik Sammlung „Janla Nei Barandy Akash Dekhi“ im Nagree Verlag, Bangladesh. Seine Kurzgeschichten und seine Lyrik werden unter anderem im bekannten Blog „Muktomona“ regelmäßig veröffentlicht. Sanyal ist Mitglied der „Science and Rationalist Association“ Bangladesh und der „Shahbag“ Bewegung, die sich für ein internationales Tribunal zur Aufarbeitung der Verbrechen während der Unabhängigkeitsbewegung 1971 in Bangladesh einsetzt.
Stipendiat im Heinrich Böll Haus bis Sommer 2018 (Quelle Böll-Stiftung)


Umeswaran Arunagirinathan - Der fremde Deutsche - 14:00-15:00 Uhr

14-15 Uhr

Umeswaran Arunagirinathan. Dr. med., wurde 1978 auf Sri Lanka geboren. Er lebt heute in Hamburg und in Bad Neustadt a.d. Saale und macht seine Facharztausbildung zum Herzchirurgen.

"Vom abgelehnten Asylbewerber zum angehenden Herzchirurg. Umeswaran Arunagirinathan hat das geschafft, wovon viele träumen. Mit zwölf Jahren floh er vor dem Bürgerkrieg aus seiner Heimat Sri Lanka. Als unbegleiteter Minderjähriger mit einer Schlepperbande. Statt wie geplant eine Woche, dauerte die Reise acht lange Monate. In Hamburg fand er eine neue Heimat mit Familienanschluss und wurde einer der beliebtesten Schüler der Schule. Er war ein toller Sportler und machte ein Einser-Abitur. Aber es gab auch viele Schwierigkeiten: Lange Jahre war sein Aufenthaltsstatus unsicher, und auch wegen seiner Homosexualität und der dunklen Hautfarbe hatte er oft mit Ablehnung und Vorurteilen zu kämpfen." Bayern 3 [Podcasts]

„Der fremde Deutsche“ ist die Geschichte der gelungenen Integration eines tamilischen Flüchtlings, der als unbegleiteter zwölfjähriger Junge aus dem Bürgerkrieg in Sri Lanka nach Deutschland kam. Die Odyssee seiner achtmonatigen Flucht schilderte Umeswaran Arunagirinathan in seinem 2006 erschienenen Buch „Allein auf der Flucht“.
In seinem neuen Buch berichtet er über sein Leben in seiner neuen Heimat. Als ehemaliger Flüchtling und deutscher Staatsbürger versucht er, die Möglichkeiten, Erwartungen und Probleme für eine gelungene Integration auszuloten. Dabei setzt er sich auch kritisch mit den Lebensformen seines Herkunftslandes auseinander.
Der Autor will mit seinem Buch bei Deutschen um mehr Verständnis für Flüchtlinge werben und zugleich Flüchtlinge ermutigen, sich in die deutsche Gesellschaft einzubringen.

Quelle: Konkret Literatur Verlag