ausführliche Informationen zum Programm

  1. Menschenrechtsfestival 30.Juni Quäkernachbarschaftsheim im Grüngürtel

Das 6. Menschenrechtsfestival findet, wie schon in den Jahren vorher, im Quäkernachbarschaftsheim statt. Dies bietet die Möglichkeiten neben dem Festivalgeschehen auf und neben der Bühne im Außenbereich, parallel ein inhaltliches Programm im Haus anzubieten.
Der Themenschwerpunkt in diesem Jahr ist „Flucht und Migration“, d.h. alle thematischen Veranstaltungen und Zusammenkünfte sollen einen Bezug zum Thema „Flucht und Migration“ haben. Das Ziel der Veranstaltungen ist es, dass Menschen mit sehr verschiedenen Erfahrungshintergründen zu einzelnen Aspekten des Themas ins Gespräch kommen, sich auseinandersetzen und auf unterschiedliche Art ins Gespräch kommen. Im besten aller Fällen entstehen aus den Begegnungen auf dem Festival Folgeaktivitäten.
Die Zielgruppe für die Veranstaltungen sind neben der Mehrheit der Festivalbesucher/innen, eher jüngere Menschen aus dem studentischem Milieu und aktive Menschen aus den einschlägigen Organisationen, besonders auch Menschen mit Fluchterfahrung, die noch nicht sehr lange in Köln leben. Neben der Begegnung auf dem Festival bei Musik, Essen und Trinken, sollen durch die Veranstaltungen Anstöße zum Austausch, zur Diskussion und zur Vernetzung in verschiedenen Bereichen gegeben werden.
Auf der großen Bühne wird Dogan Akhanli, in Köln lebender politischer Flüchtling aus der Türkei und im letzten Jahr auf Geheiß des türkischen Regimes in Spanien verhaftet, über seine Erfahrungen sprechen.
Geplant sind fünf methodische und inhaltliche Säulen der Begegnung, die in der Regel in jeweils einem Raum stattfinden und zeitlich aufeinander folgen.
① LITERATUR
Es werden mehrere Lesungen stattfinden, angefragt sind sowohl Schreibende des interkulturellen Autor/innencafes, wo sich geflüchtete Autor/innen treffen, als auch Autoren, die ihre langjährigen Erfahrungen als Zugewanderte reflektieren.

② THEATER
Im Theaterblock ist Kunstaktion und Elemente aus dem lateinamerikanischen Theater der Unterdrückten sind als Mitmachaktionen geplant. Es wird einen Workshop mit anschließender Aufführung geben.

③ FILM
Im Filmblock werden Kurzfilme zum NSU Komplex gezeigt, eine Dokumentation zur Lage Geflüchteter in Griechenland, ein Film zu religiös Verfolgten in der VR China (mit anschließender Diskussion)

④ SOZIALE MENSCHENRECHTE
Im Block zu sozialen Menschenrechten wird es um die Rolle von Migration bei der Veränderung der Arbeitswelt gehen. Dazu wird es, so die Planung, eine Podiumsdiskussion geben, wo die gesetzlichen und gesellschaftlichen Veränderungen auf EU Ebene skizziert werden und verschiedene Beispiele der Etablierung eines Extremniedriglohnsektors aus unserer unmittelbaren Umgebung beschrieben werden. Vertreterinnen des Integrationshauses Kalk werden die Frage stellen, welche Rechte für wen gelten und warum offensichtlich nicht alle Menschenrechte für alle Menschen gelten.

⑤ FLUCHTURSACHEN
Im Block Fluchtursachen soll die Situation in zwei Ländern (Marokko und Türkei) genauer beleuchtet werden
Während der ganzen Zeit steht das Kolping - Roadshow - Integration – Infomobil bereit, um unsere Blickwinkel, Vorurteile und Stereotype sichtbar zu machen und einen Raum zu schaffen, uns gemeinsam damit auseinanderzusetzen.
Die inhaltlichen Aktivitäten werden durch Inputs auf der kleinen Bühne ergänzt.